Ratgeber

Was hilft gegen Pickel?

Pickel entstehen, wenn sich ein verstopfter Talgdrüsenausgang entzündet. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus der Gesundheitsinformation „Akne“ und „Hautpflege bei Akne“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf gesundheitsinformation.de, Stand jeweils 12.11.2025, abgerufen am 27.10.2026. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenden Sie sich bei Beschwerden an Ihre Arztpraxis.

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit
Junge Frau wäscht sich im Badezimmer das Gesicht mit Wasser

Wie ein Pickel entsteht

Laut IQWiG bildet der Körper in der Pubertät mehr Androgene. Diese Hormone regen die Talgproduktion an. Verhornt die Öffnung einer Talgdrüse, kann der Talg nicht abfließen, und es entsteht ein Mitesser. Entzündet er sich, wird daraus ein Pickel. Mehr zu den Vorstufen lesen Sie unter Mitesser entfernen.

Pickel treten vor allem dort auf, wo viele Talgdrüsen sitzen: im Gesicht, auf Brust, Rücken und Schultern.

Wer betroffen ist

Angabe laut IQWiG Inhalt
Häufigkeit Akne ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen
Stärkere Akne etwa 15 bis 30 von 100 Jugendlichen
Geschlecht Jungen deutlich häufiger als Mädchen
Verlauf verschwindet häufig etwa mit 20 Jahren, bei manchen erst nach 30
Mögliche Mitursachen Erbanlagen und Immunsystem werden vermutet

Was im Alltag hilft und was nicht

Das IQWiG nennt einige Grundregeln für die Pflege:

  • Seifenfreie Reinigungsmittel verwenden, die an den pH-Wert der Haut von 5,5 angepasst sind. Normale Seifen haben einen pH-Wert von 8 bis 10 und können die Haut reizen.
  • Nicht mehrmals täglich waschen. Das trocknet die Haut aus und kann Reizungen verstärken.
  • Leichte Öl-in-Wasser-Lotionen oder Hydrogele statt fetthaltiger Salben, die Poren zusätzlich verstopfen können.
  • Pickel nicht ausdrücken und die Haut nicht stark reiben. Beides kann Akne verschlimmern, häufiges Ausdrücken erhöht das Risiko für Narben.
  • Die Pflege nicht übertreiben und nicht ständig neue Produkte ausprobieren.

Wie Sie die Reinigung Schritt für Schritt angehen, steht unter Gesicht reinigen.

Ernährung und Hygiene

Mangelnde Hygiene ist laut IQWiG nicht als Auslöser belegt. Auch für Schokolade oder Milchprodukte zeigen Studien meist keinen klaren Zusammenhang. Diskutiert wird, ob kohlenhydratreiche Kost mit schnell steigendem Blutzucker eine Rolle spielt. Geklärt ist das nicht, ebenso wenig der Einfluss von Stress oder Rauchen.

Behandlung

Bei stärkerer Akne kommen laut IQWiG ärztlich verordnete Salben, Tabletten oder Lichtbehandlungen in Frage. Welche Behandlung passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Diese Seite nennt bewusst keine Wirkstoffe und keine Hausmittel, weil deren Nutzen in den genannten Quellen nicht belegt ist. Für eine günstige Wirkung von Sonne oder Solarium auf Akne gibt es laut IQWiG keinen Nachweis.

Wann zum Arzt

Erste Anlaufstelle ist laut IQWiG in der Regel die Kinder- oder Hausarztpraxis. Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn:

  • die Akne stark ausgeprägt ist oder sich trotz Pflege nicht bessert,
  • sich Narben bilden,
  • die Haut Sie im Alltag stark belastet.

Einzelne, tief sitzende und schmerzhafte Entzündungen am Gesäß behandelt die Seite Pickel am Po.

Häufige Fragen

Verschwinden Pickel von allein?

Laut IQWiG verschwindet Akne häufig etwa mit 20 Jahren von selbst, bei manchen Menschen hält sie über das 30. Lebensjahr hinaus an.

Bekommt man Pickel von Schokolade?

Studien zeigen laut IQWiG meist keinen klaren Zusammenhang zwischen Schokolade oder Milchprodukten und Akne.

Darf man Pickel ausdrücken?

Das IQWiG rät davon ab. Pickel können in Hautarztpraxen oder medizinischen Kosmetikstudios hygienisch geöffnet werden.

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