Ratgeber
Heizkosten sparen mit der richtigen Raumtemperatur
Die Raumtemperatur ist der wichtigste Hebel für niedrigere Heizkosten. Laut Verbraucherzentrale („Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen“, Stand 24.09.2026) senkt ein Grad weniger den Verbrauch um etwa 6 Prozent. Die Richtwerte je Raum stammen aus dem Umwelttipp „Heizen, Raumtemperatur“ des Umweltbundesamts (UBA, Stand 24.10.2023). Beide Quellen wurden am 27. Oktober 2026 abgerufen.

Heizkosten-Rechner: Was bringt ein Grad weniger?
- Differenz
- Ersparnis
- Ersparnis im Jahr
Richtwerte laut Umweltbundesamt: Wohnbereich 20 °C, Küche 18 °C, Schlafzimmer 17 °C.
Faustwert: Jedes Grad weniger spart laut Verbraucherzentrale rund 6 Prozent Heizenergie; nicht unter 16 °C heizen (Verbraucherzentrale „Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen“, Stand 24.09.2026). Der Rechner rechnet linear mit 6 % je Grad, höchstens 60 %. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Gebäude und von der Außentemperatur ab. Richtwerte je Raum: Umweltbundesamt, Umwelttipp „Heizen, Raumtemperatur“, Stand 24.10.2023.
So rechnet der Heizkosten-Rechner
Der Rechner oben nutzt die 6-Prozent-Regel als Faustwert. Bei jährlichen Heizkosten von 1.200 Euro und einer Absenkung von 22 auf 20 °C ergibt das rund 12 Prozent oder 144 Euro im Jahr. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Gebäude, der Heizung und der Außentemperatur ab.
Richtwerte für jeden Raum
| Raum oder Situation | Richtwert laut UBA |
|---|---|
| Wohnbereich | höchstens 20 °C, wenn als behaglich empfunden |
| Küche | 18 °C |
| Schlafzimmer | 17 °C |
| nachts oder mehrere Stunden weg | etwa 18 °C |
| einige Tage verreist | etwa 15 °C |
Die Verbraucherzentrale ergänzt: Wenig genutzte Räume sollten nicht unter 16 °C fallen, sonst droht Schimmel. Das gilt auch, wenn Sie verreisen und die Temperatur stärker absenken.
Das Thermostat richtig lesen
Die Zahlen auf dem Thermostatkopf sind keine Grad. Laut Verbraucherzentrale entspricht Stufe 1 etwa 12 °C, Stufe 2 etwa 16 °C, Stufe 3 etwa 20 °C, Stufe 4 etwa 24 °C und Stufe 5 etwa 28 °C. Zwischen zwei Zahlen liegen rund 4 Grad, ein kleiner Strich entspricht etwa einem Grad. Stufe 5 sollten Sie laut Verbraucherzentrale meiden, weil der Raum dann bis auf etwa 28 °C aufheizt.
Programmierbare Thermostate können laut UBA etwa 10 Prozent Energie sparen, weil sie die Temperatur zu festen Zeiten absenken.
Wärme im Raum halten
Diese Maßnahmen nennen Verbraucherzentrale und UBA:
- Heizkörper frei halten. Sofas und Schränke stellen Sie laut Verbraucherzentrale mindestens 30 cm entfernt auf, Vorhänge hängen nicht davor.
- Heizkörper entlüften, wenn sie gluckern oder oben kalt bleiben.
- Rollläden nachts schließen. Das senkt die Wärmeverluste über das Fenster laut UBA um etwa 20 Prozent.
- Undichte Fenster und Türen abdichten. Bei einer Gasetagenheizung fragen Sie vorher den Schornsteinfeger oder einen Installateur.
- Freiliegende Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen. Die Verbraucherzentrale nennt eine Ersparnis von bis zu 10 Euro je Meter und Jahr.
- Rollladenkästen dämmen, laut Verbraucherzentrale bis zu 10 Euro je Quadratmeter und Jahr.
Eine gut eingestellte Heizungsanlage spart laut Verbraucherzentrale weitere 10 bis 15 Prozent. Was dazu gehört, lesen Sie unter Gasverbrauch senken. Wie Sie lüften, ohne die Räume auszukühlen, erklärt richtig lüften und heizen. Eine Übersicht über alle Bereiche finden Sie unter Energie sparen.
Häufige Fragen
Wie viel spart ein Grad weniger beim Heizen?
Laut Verbraucherzentrale etwa 6 Prozent des Heizenergieverbrauchs. Das ist ein Faustwert, der je nach Gebäude abweicht.
Welche Temperatur empfiehlt das Umweltbundesamt im Schlafzimmer?
17 °C. Für den Wohnbereich nennt das UBA höchstens 20 °C, für die Küche 18 °C.
Darf man ungenutzte Räume ganz kalt lassen?
Die Verbraucherzentrale rät davon ab: Unter 16 °C steigt die Gefahr von Schimmel.
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