Ratgeber

Lackkratzer am Auto entfernen: Schritt für Schritt

Feine Kratzer im Autolack lassen sich oft selbst ausbessern, tiefe Schäden gehören in die Werkstatt. Die Hinweise auf dieser Seite stammen aus dem ADAC-Ratgeber „Kratzer im Autolack: Selbst entfernen oder nicht?“ (Stand 01.04.2026), abgerufen am 27. Oktober 2026.

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit
Hand wäscht den Lack eines Autos mit einem schaumigen Schwamm

Wie tief ist der Kratzer?

Der ADAC nennt ein einfaches Merkmal: Weicht die Farbe im Kratzer von der Lackierung ab, reicht der Schaden bis zur Grundierung oder sogar bis zum Blech. Dann sollte das Auto zeitnah in die Werkstatt, weil die Stelle mit der Zeit rosten kann. Das macht die Reparatur später deutlich aufwendiger.

Schaden Vorgehen laut ADAC
feine, oberflächliche Kratzer Autopolitur oder Reparaturset
größerer Schaden, Politur reicht nicht Lackstift im passenden Farbton
Grundierung oder Blech sichtbar, Rost Fachbetrieb, zum Beispiel mit Smart Repair

Feine Kratzer wegpolieren

  1. Reinigen: Die Stelle mit warmem Wasser oder Autoshampoo waschen, Schmutz vorher einweichen lassen.
  2. Entfetten: Mit Reinigungsbenzin und einem Wattestäbchen nachreinigen und trocknen lassen.
  3. Polieren: Die Politurpaste in kleinen Abschnitten mit kreisenden Bewegungen auftragen. Kleine Abschnitte deshalb, weil Politur schnell trocknet.
  4. Abnehmen: Reste mit einem sauberen Tuch entfernen.

Der ADAC warnt vor Hausmitteln: Bei weißer Zahnpasta können die Schleifpartikel zu grob sein und den Lack noch stärker beschädigen. Außerdem fehlt die versiegelnde Wirkung einer Politur. Von Nagellack rät der ADAC ganz ab, weil der Farbton kaum zu treffen ist und die Stelle bei Hitze Blasen wirft oder abbröckelt.

Mit dem Lackstift ausbessern

Einen Lackstift empfiehlt der ADAC, wenn Politur oder Reparaturset nicht ausreichen.

  1. Farbcode suchen: Er steht auf einem Schild oder Aufkleber, etwa unter der Motorhaube, an der Fahrertür oder in der Betriebsanleitung.
  2. Stelle reinigen: wie beim Polieren.
  3. Lack auftragen: Den Lack mit einem Gummispachtel in den Kratzer einbringen.
  4. Überschuss entfernen: Nach dem Trocknen überschüssige Farbe abnehmen.
  5. Nacharbeiten: Die Stelle polieren und zum Schluss versiegeln.

Wann der Fachbetrieb besser ist

Bei tiefen Kratzern empfiehlt der ADAC Profis, zum Beispiel Werkstätten mit Smart Repair. Dort werden Schäden per Spot-Lackierung oder Airbrush ausgebessert. Sehr große Kratzer können dabei sichtbar bleiben, dann kann eine Neulackierung des ganzen Bauteils besser sein. Der ADAC rät:

  • Angebote mehrerer Betriebe vergleichen.
  • Den Schaden vor der Reparatur fotografieren.
  • Leistung und Kosten vorab klären.

Damit der Lack sauber bleibt, lesen Sie Auto waschen und Felgen reinigen.

Häufige Fragen

Hilft Zahnpasta gegen Kratzer im Autolack?

Der ADAC rät ab. Sind die Schleifpartikel zu grob, wird der Lack noch stärker beschädigt, und die versiegelnde Wirkung einer Politur fehlt.

Wo finde ich den Farbcode meines Autos?

Laut ADAC auf einem Schild oder Aufkleber, etwa unter der Motorhaube, an der Fahrertür oder in der Betriebsanleitung.

Woran erkenne ich, dass ich in die Werkstatt muss?

Wenn die Farbe im Kratzer von der Lackierung abweicht. Dann reicht der Schaden laut ADAC bis zur Grundierung oder zum Blech.

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